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Es ist uns eine Herzenssache.

Interview – „Ohne Versicherungen funktioniert unser aller Leben nicht.“

Interview – „Ohne Versicherungen funktioniert unser aller Leben nicht.“

Das Interview ist so im Apella Magazin erschienen.

Herr Möller, das Titelthema der aktuellen Ausgabe ist „Lust“. Was fällt Ihnen dazu ad hoc ein?

Eine ganze Menge. Lust ist ein Antreiber, ein Motivator. Die Lust an etwas lässt Menschen über sich hinauswachsen. Es lässt sie Dinge ausprobieren und neue Wege beschreiten. Ohne Lust kein Fortschritt. Oder salopp gesagt: Ohne die Lust an oder auf etwas läuft sprichwörtlich der Laden nicht. Das habe ich in den vielen Jahren, die ich die Versicherungsbranche mitgestalten durfte, zuhauf erlebt.

Sie sind seit den 80er Jahren in der Versicherungsbranche aktiv. War es auch bei Ihnen die „Lust an Versicherungen“, die Sie dazu gebracht hat?

Ich würde eher sagen, dass es die Neugier war. Und natürlich auch mein Umfeld und der Gedanke daran, nach der Schule nun „erst einmal etwas Solides“ zu lernen. Versicherungskaufmann war ein angesehener und gut bezahlter Beruf und ich hatte außerdem ein paar Freunde, die mit mir gemeinsam die Ausbildung begannen. Das wirkliche Interesse an dem Metier Versicherungen und auch die Lust an dem Thema an sich – am Aufklären, am Informieren und am Entwickeln von Innovationen – die kam erst etwas später.

Ihr Weg in der Branche ist vielen bekannt. Geben Sie uns trotzdem einen kurzen Einblick?

Gerne. Ich bin 1994 bei einem Versicherungsmakler eingestiegen, aus dem heraus dann 1998 die Ausgründung eines Versicherungsmaklerpools erfolgte, den ich bis in das Jahr 2012 als Geschäftsführer führte. Nach diesen vielen Jahren spürte ich dann, dass ich mich gerne persönlich noch weiterentwickeln wollte. Die Umstände passten zu dem Zeitpunkt sehr gut, so dass ich das Unternehmen verkaufte und fortan andere Bereiche, sowohl direkt in der Branche als auch in anderen Wirtschaftssegmenten, aus der direkten Praxis kennenlernen konnte. Ich stieg bei einem großen Konzern als Head of Sales für Deutschland ein, wechselte dann ein paar Jahre später zurück in die Versicherungsbranche und wurde Geschäftsführer bei einem Assekuradeur für Oldtimerversicherungen. Nachdem dieses Unternehmen an einen großen Versicherungskonzern verkauft wurde und ich mit der dadurch verlorenen Unabhängigkeit zu große Einschränkungen wahrnahm, verließ ich das Unternehmen Ende 2019 und bin seitdem über Beratungsmandate für eine Vielzahl an Unternehmen tätig. Im April 2021 erfolgte dann die Neugründung des heute durch mich und meinen Geschäftsführungskollegen Marco Nagtegaal geführten Unternehmens Unternehmen Herzenssache. Der Assekuradeur! GmbH.

Kürzlich wurden die Ergebnisse einer erneuten Umfrage veröffentlicht: Der Beruf des Versicherungsvertreters ist weiterhin der am schlechtesten angesehene Beruf in Deutschland. Wie kommen wir aus diesem Graben wieder hinaus?

Der Beruf des Versicherungsvertreters genießt in Deutschland wahrlich keinen besonders guten Ruf. Dafür haben einige Menschen und Unternehmen nachhaltig gesorgt – Stichwort Strukturvertriebe und undurchsichtige Vergütungsmodelle. Teilweise ist dieses Ergebnis daher nachvollziehbar und gerade in den 90er und frühen 2000er Jahren gibt es auch genug Beispiele dafür, wie Kundenorientierung eben nicht geht. Doch unsere Branche hat dazu gelernt! Ich erlebe tagtäglich Menschen, die förmlich vor Lust für ihren Job sprudeln. Für diese steht der Kunde an erster Stelle – und genau so sollte es doch auch sein. Wenn es diese Menschen nun noch schaffen, ihre Kunden davon zu überzeugen, dass Versicherungen tatsächlich sexy sind, dann wird der Ruf der Branche auch wieder steigen.

Versicherungen sind sexy – klingt provokant gesagt nach der Aussage eines klassischen Vertrieblers. Was meinen Sie damit genau?

Für mich ist eines ganz klar: Ohne Versicherungen funktioniert unser aller Leben nicht. Alles, was wir tun, wird durch Versicherungen beeinflusst. Die Dinge, die wir besitzen, sichern wir über unsere Hausrat-, Kfz- oder Wohngebäudeversicherung ab. Unseren Körper, unsere Arbeitskraft, unsere berufsfreie Zeit in der Rente kann abgesichert werden. Ja, sogar den Fall, dass der Partner vor einem verstirbt, kann man mit einer Versicherung zumindest finanziell gesehen etwas erträglicher machen.

Und wann wird es sexy?

Würde es Versicherungen nicht geben, würden wir alle anders Leben. Weniger sorglos, weniger risikofreudig und auch weniger leidenschaftlich. Hinzu kommt, dass Versicherungen komplett anpassbar auf die individuellen Lebensumstände sind. Jeder Mensch kann genau die Absicherung erhalten, die er braucht und wünscht. Und das alles zusammengenommen macht Versicherungen in meinen Augen sexy! „Insurance makes the world go round“ ist ein verbreiteter Spruch in den USA, wo der Versicherungsvermittler im Übrigen einen sehr guten Ruf genießt. Wir haben in Deutschland noch ein paar Hausaufgaben zu machen, damit dies auch hier irgendwann zum Standard wird. Aber wir sind dran!

Sie haben jüngst noch einmal neu gegründet. Dieses Mal aus der Lust heraus?

Absolut! Das Unternehmen Herzenssache. Der Assekuradeur! ist Spezialist bei der Absicherung von Klassikern und Premiumfahrzeugen – also Oldtimern, Youngtimern und Newtimern sowie neueren Fahrzeugen mit einem Wert über 130.000 Euro. Ich bin schon seit vielen Jahren selbst Oldtimer-Enthusiast, kenne mich am Markt sehr gut aus und fahre leidenschaftlich gerne mit meinen eigenen Fahrzeugen. Für mich war es naheliegend, diese persönliche Leidenschaft und meine berufliche Leidenschaft miteinander zu verbinden. Mit meinem Geschäftsführungskollegen sowie den Gesellschaftern Deutsche Assekuradeur GmbH und mobile Garantie Deutschland GmbH habe ich dann im letzten Jahr den Assekuradeur Herzenssache gegründet.

Der Name Herzenssache fällt am Markt neben den eher konservativen Firmenbezeichnungen doch bestimmt auf?

Und das soll natürlich auch so sein. Wir sind anders, wir machen Dinge anders – und das mit unbedingter Leidenschaft! Unser Team besteht aus absoluten Experten im Bereich Automotiv und bei der Absicherung von Klassikern – jeder ist Profi in seinem Gebiet. Zudem sind wir auch auf persönlicher Ebene eng miteinander verbunden und es macht einfach Spaß, gemeinsam Lösungen zu finden und sich auf die Probleme in unsere Nischensegment zu konzentrieren. Der Name ist bei uns also wirklich Programm!

Herr Möller, vielen Dank für das Gespräch.